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Decapitated Blood Mantra

Death Metal, Nuclear Blast/Warner 9 Songs / VÖ: 26.09.2014

6.0/ 7
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Die Geschichte von Decapitated wird seit nun schon 18 Jahren geschrieben – und nach den Wirrnissen der Vergangenheit und dem daraufhin folgenden Comeback-Album CARNIVAL IS FOREVER kann man sagen, dass sich die Band um Urmitglied Vogg und Sänger Rafal Piotrowski nicht nur ge-, sondern scheinbar auch neu erfunden hat. Hatten sich Decapitated mit den Alben der Zweitausender in die Herzen der Tech-Death-Fans gespielt (noch bevor dieser richtig hip wurde), gehen sie mit BLOOD MANTRA einen Schritt weiter. Die Band muss nicht mehr beweisen, dass sie spielen kann, wonach ihr der Sinn steht; sie ist auf der Suche nach einprägsamen Songs. Nun erweitern Decapitated ihren Sound-Kosmos also in alle möglichen Richtungen. Die Death Metal-Basis wird mit rockig-rotziger Attitüde (das fast achtminütige ‘Veins’ sowie das Titelstück), grindiger Härte (das prominent an die zweite Stelle gesetzte ‘The Blasphemous Psalm To The Dummy God Creation’ geizt nicht mit Blasts) und techno-atmosphärischer Erhabenheit (‘Nest’) gepaart – Abwechslung wird groß geschrieben, wobei die Polen damit manchmal wie eine ultrawütende Version von Gojira klingen. Dem Mut, aus Erwartungshaltungen auszubrechen, gebührt Respekt und Interesse. Nicht nur von Death Metal-Fans.

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