Kritik zu Leng Tche HYPOMANIC Review

Leng Tche HYPOMANIC Review

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Bereits auf der 2008er-Split-7“ mit Fuck The Facts konnte der neue Mikrowürger Serge Kasongo alle Zweifler zum Verstummen bringen. Vergessen ist Boris Cornelissen, der bisherige Shouter der belgischen Razorgrinder Leng Tch‘e. Auf HYPOMANIC suhlen sich Leng Tch‘e einmal mehr in ihrem einzigartigen Stil, den Grindcore nicht einfach nur gnadenlos runterzuknüppeln.

Mittels Beimengung von Death– und Stoner-Elementen (bestes Beispiel das rockige ‘Violence Is Even Justice’) plus furchtlosen Song-Strukturen ist auch das fünfte Album ein fröhlicher Parcours durch irr-wirres Gedanken- und Musikantenspiel, mit geistigen Absurditäten à la ‘The Stockholm Malevolence Control’ und ‘Death’s Head Cockroach’. Die richtig originellen Tracks haben sich Leng Tch‘e leider erst für den zweiten Teil des Albums aufgehoben. Wo vorher „nur“ sattes Grooven, perfekt eingebettete langsame Parts und Blast-Speed den Ton angeben, findet sich beispielsweise bei ‘Totalitarian’ als Gastsänger Barney Greenway von Napalm Death, oder man wird unerwartet mit nacktem Gegröle oder Weckerklingeln als Song-Einführung konfrontiert…

Plötzliche Breaks und Stimmungsumschwünge, bei denen man nicht erschrocken zusammenzuckt, oder raues Gegrunze ohne Musikbeilage – genau diese Feinheiten machen die Originalität von Leng Tch‘e aus. Brutal, durchdacht und mit einem neunminütigen psychedelischen Monster namens ‘Perfervid Odyssey’ als allumfassendes, abschließendes Statement.

Thomas Sonder

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Juni-Ausgabe des METAL HAMMER.


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